Biomüllvergärungsanlage in Beselich

Die AWB plant eine Bioabfallbehandlungsanlage zu bauen.
Als Standort für die Anlage stehen die Gebiete Niederstein Nord (Kompostwerk) und Niederstein Süd (AKM) zur Verfügung.


Ausbaugröße kleine Variante 25.000 t/a

Ausbaugröße große Variante 50.000 t/a


Es stehen 2 verschiedene Verfahren zur Debatte:

1. Tunnelverfahren

2. Raktorverfahren

03.01.13 - Pressebericht der Nassauischen Neuen Presse zum Thema Bioabfallvergährungsanlage in Beselich
NNP-3.1.13-Abfall soll zu Strom werden.p[...]
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17.12.12

Wegen der geplanten Bioabfallvergärungsanlage hat sich die Bürgerliste Beselich (BLB)  am 17. Dezember 2012 mit Helmut Jung zu einem Informationsgespräch in dessen Büro im Landratsamt getroffen, um zu dieser Thematik besser Position beziehen zu können.

 

Den Bau der neuen in Beselich geplanten Anlage übernimmt voraussichtlich der Landkreis Limburg-Weilburg, während der Betrieb durch einen Betreiber oder eine Betreibergesellschaft erfolgen soll. Für die Anlage gibt es zwei unterschiedliche Verfahren: Das Tunnelverfahren und das Reaktorverfahren. Für beide Verfahren wurden diverse Projektziele abgesteckt.

 

Neben einer optimalen Energienutzung wird insbesondere auch eine geringe Geruchsemission im Vordergrund stehen müssen, was vor allem für die Heckholzhäuser Bürger wichtig ist, die östlich der Anlage wohnen und durch die vorherrschende Windrichtung von West nach Ost in der Vergangenheit schon enormen Geruchsbelästigungen durch die von der Fa. Herhoff betriebene Kompostierungsanlage „Niederstein Nord“ ausgesetzt waren. Bei beiden Verfahren wird die geruchsbelastete Abluft direkt am Entstehungsort (Quelle) im Gärprozess abgesaugt und über einen Biofilter geleitet.

 

Derzeit ist aber noch nicht klar, was bei kritischen Windverhältnissen eine geringe Geruchsemission für Heckholzhausen überhaupt bedeutet. Riecht es nur noch in unmittelbarer Nähe der Anlage oder auch noch in der weiteren Umgebung, sprich: in Heckholzhausen. Hierzu sind weitere Untersuchungen erforderlich. Die BLB plant daher als nächsten Schritt den Informationsaustausch mit Anwohnern von mindestens zwei Bioabfall-vergärungsanlagen, um diese zu Geruchsbelästigungen zu befragen.

 

Da erfahrungsgemäß immer wieder aus wirtschaftlichen Gründen schon in der Planungsphase an technischen Einrichtungen gespart wird und es wegen des Kostendrucks sowie durch mangelnde Sorgfalt des Betreibers im laufenden Betrieb zu vermehrten Störungen kommen kann, drängt die BLB auf folgende Maßnahmen:

 

  • Nutzung aller technischen Möglichkeiten zur Geruchsbeseitigung nach den neuesten Regeln der Technik in der Planungs- und Bauphase sowie Begleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen,
  • vorbeugende Instandhaltung während des Betriebs, mindestens die Einhaltung der von der Herstellfirma empfohlenen Wartungsintervalle durch eine Fachfirma (Wartungsvertrag), Protokollierung der Wartungsintervalle und Prüfung der Protokolle durch einen unabhängigen Sachverständigen,
  • unangemeldete Kontrollen durch den RP,
  • eine Beteiligung der Gemeinde Beselich an der Anlage, um Einfluss auf eventuelle Fehlentwicklungen nehmen zu können.

 

Die Lebensqualität der Bürger darf nicht der Wirtschaftlichkeit einer Anlage bis auf die letzte Stelle hinter dem Komma geopfert werden.